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Freitag, 20. September 2019

Fridays for future - Bewahrung der Schöpfung

fridays for future

Bild: © A.Singkham - stock.adobe.com

Bistum Speyer und Pfarrei Mariä Himmelfahrt rufen zu Beteiligung an Klimaprotest am 20. September auf

Generalvikar Andreas Sturm: „Bewahrung der Schöpfung gehört zum Kern der christlichen Botschaft“

Speyer und Landau. Das Bistum Speyer ist dem Unterstützerkreis für den weltweiten Klimaprotesttag der „Fridays for Future“-Bewegung am 20. September beigetreten. Es ist das erste Bistum in Deutschland, das in dieser Weise Stellung bezieht. Generalvikar Andreas Sturm ermutigt Pfarreien, Gemeinden, kirchliche Einrichtungen, Verbände  und die Beschäftigten des Bischöflichen Ordinariates zur Teilnahme an den Demonstrationen der Jugendlichen am 20. September. Der Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung gehöre zum Kern der christlichen Botschaft, unterstreicht Generalvikar Sturm unter Hinweis auf die Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus.

weltweiter Klimastreik am 20. September

Für den 20. September sind nach Aussage von „Fridays for Future“ rund um den Erdball in mehr als 110 Ländern Aktionen und Demonstrationen geplant, im Bereich des Bistums Speyer unter anderem in Zweibrücken, Landau, Neustadt und Speyer. Das Bistum Speyer wird die Demonstrationen am 20. September zusätzlich mit eigenen Impulsen begleiten. Generalvikar Sturm lädt die Pfarreien und Gemeinden ein, Schöpfungsgebete, Meditationen  oder Andachten anzubieten – idealerweise in ökumenischer Zusammenarbeit. Das Läuten der Glocken in diesem Zusammenhang könne dabei zu einem zusätzlichen öffentlichen Zeichen zum Schutz des Klimas werden.

Aktionen in Landau

Die Pfarrei Mariä Himmelfahrt und das protestantische Dekanat beteiligen sich an der Aktion in Landau. Um fünf vor zwölf läuten die Glocken der Stiftskirche und der Marienkirche. Um 12.05 Uhr startet der Protestzug an der Stadtbibliothek (Heinrich-Heine-Platz).

Am 20.09.2019 findet der dritte globale Klimastreik statt. Start der Demo ist der Heinrich-Heine-Platz vor der Stadtbibliothek um fünf nach zwölf.

In Landau demonstrieren wir für die Region Südpfalz - und sind damit Teil einer internationalen Protestwelle. In bisher 117 Nationen werden Menschen an 1116 Orten für die Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommen aufstehen.

Warum am 20. September?

Während in Berlin das Klimakabinett tagt und in New York die UN Climate Action Summit, einer der wichtigsten UN-Gipfel des Jahres vorbereitet wird, wollen wir den 20. September zum größten Klimastreik aller Zeiten machen.Wir rufen explizit alle Generationen auf, auf der Straße dabei zu sein.

Zusammen fordern wir einen gerechten und konsequenten Klimaschutz und die Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens weltweit. Um das zu erreichen, brauchen wir mehr als nur einen Streik von Schüler*innen, Azubis und Studierenden. Dafür braucht es alle, die sich gemeinsam für diese große Veränderung zusammentun und die Ärmel hochkrempeln. Seit Jahrzehnten duckt sich die Politik vor ihrer Verantwortung weg. Damit endlich etwas passiert, brauchen wir eine lautstarke Gesellschaft - mit jung und alt - die am 20.09. eine solidarische Klimapolitik einfordert.

Unterstützung durch den BKDJ

Der Bund der Deutschen katholischen Jugend (BDKJ) plant eigene Angebote, und „der pilger“ wird mit der Bistumszeitung und seinem Magazin das Thema zu einem Schwerpunkt machen. Der “pilger“ hatte auch einen entscheidenden Anstoß zum Engagement des Bistums am 20. September gegeben und wird mit seinen Beschäftigten aus Redaktion und Verlag an der Speyerer Demonstration teilnehmen.
Sprecher der „Fridays for Future“-Bewegung machen deutlich, dass der Kampf gegen den Klimawandel keine Aufgabe allein für eine einzige Generation sei, sondern eine „Aufgabe für die gesamte Menschheit“. Menschen aller Altersgruppen seien am 20. September eingeladen, zur Begrenzung des menschengemachten Klimawandels zu demonstrieren. Der Aufruf aus dem Bistum  Speyer erinnert daran, dass am 20. September das Klimakabinett der Bundesregierung zu Maßnahmen gegen den Klimawandel tagt und am 23. September ein UN-Klimagipfel in New York beginnt.

Die hartnäckigen Proteste von „Fridays for Future“ seien wichtig, so der Speyerer Generalvikar. Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen - bereits heute vernichte die Klimakrise Leben und Lebensgrundlagen von Millionen Menschen weltweit. Sie verschärfe bereits bestehende Ungleichheiten und verletze grundlegende Menschenrechte. „Im besten Fall laufen all unsere Bemühungen zusammen mit denen der Schülerinnen und Schüler, die mit ihren Protesten die großen und entscheidenden Zukunftsthemen weltweit ganz oben auf die politische Agenda gesetzt haben“, so Generalvikar Sturm.

Weitere Informationen https://www.klima-streik.org/

Text: is und Pfarrei Mariä Himmelfahrt

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