Konzerte und Kulturveranstaltungen in der Marienkirche

Die 1924 geweihte Orgel der Landauer Marienkirche aus dem Hause G.F. Steinmeyer & Co. zählt zu den bedeutendsten spätromantischen Instrumenten im süddeutschen Raum und zählt drei Manuale mit siebzig Registern. Der lichtdurchflutete Kirchenraum lädt zu Konzerten und Veranstaltungen ein.

Herzlichen Dank den Künstlerinnen und Künstlern sowie allen, die diese (Hör-)Genüsse ermöglichen.

Andreas Hofmeir, Tuba | Benefizkonzert für den Landauer Hungermarsch

Samstag, 27. Juni, 18.00 Uhr

Der bekannte Tubist Andreas Hofmeir und der Pianist Maurice Croissant gastieren in der Marienkirche zu einem besonderen Musikgenuss.

Andreas Hofmeir ist eng verbunden mit dem Landauer Hungermarsch und unterstützt immer wieder Sr. Genevieve und ihre Projekte.

Der Landauer Hungermarsch feiert in diesem Jahr sein 50jähriges Bestehen. Die Projektpartner in Afrika sind dankbar, dass viele Menschen in Landau und Umgebung „Laufend Gutes tun“ – so das Motto des Hungermarschvereins.

Ausführliche Infos zum Hungermarsch können Sie hier downloaden ..

Eintritt frei – Danke für Ihre großzügige Spende

Vortrag in der Apsis: König Ludwig II. - Der gescheiterte Märchenkönig | Prof. Dr. Markus Gehrlein

Freitag, 10. Juli, 19.30 Uhr

König Ludwig II. von Bayern ist in das kollektive Gedächtnis der Deutschen tief eingegraben. Wer wüsste nicht von dem Bayernkönig, der in Märchenschlössern lebte und nachts mit einem prächtigen Schlitten durch die verschneite Alpenlandschaft geisterte? Leider ist der König hinter dieser von der Buch-, Film- und Tourismuswirtschaft zum eigenen Vorteil kultivierten Fassade für viele Menschen kaum mehr sichtbar.

Der Vortrag mit Prof. Dr. Markus Gehrlein will die Lebensgeschichte des Königs nachzeichnen.

Die Herkunft der Wittelsbacher Herrscher aus der bayrischen Pfalz, eine heute vielfach kaum mehr bekannte Tatsache, wird näher beleuchtet. Die Kriege der Jahre 1866 und 1871, die zur Reichseinheit führten, sind mit der Herrschaft des Bayernkönigs eng verwoben. Deswegen werden die Ursachen und Folgen der kriegerischen Ereignisse analysiert, ohne die zum Teil wenig rühmliche Rolle Ludwigs zu verschweigen. Zugleich wird ein Blick auf die Verfassungslage in Bayern und Deutschland geworfen.

Nicht unerwähnt bleibt die Freundschaft des Königs zu Richard Wagner, der die Nachwelt großartige Opernwerke verdankt. Über die Musik hinaus hatte der König eine Liebe zu allen Künsten, Theater, Literatur, Malerei und nicht zuletzt Architektur, die in den von ihm bis in die Einzelheiten konzipierten Schlossbauten Ausdruck fand. Die Abgründe im Charakter des Königs werden schonungslos offengelegt. Ludwig war nicht nur ein Verschwender, sondern ein wirklicher Menschenschinder, der gegenüber seiner Dienerschaft vor – selbst sexueller – Gewalt nicht zurückschreckte.

Prof. Dr. Markus Gehrlein war von 2003 bis 2020 Richter am Bundesgerichtshof, ist Honorarprofessor an der Universität Mannheim und engagierte sich einige Jahre als Mitglied des Verwaltungsrats unserer Kath. Kirchenstiftung St. Maria.

Eintritt frei – Danke für Ihre großzügige Spende

Schola Cantorum of Oxford, Steven Grahl und Raschèr Saxophone Quartet

Samstag, 18. Juli, 19.30 Uhr

A Spider’s Tapestry - Das Gewebe einer Spinne

Die ‚Schola Cantorum of Oxford‘ freut sich sehr, nach gemeinsamen Auftritten in Oxford in den Jahren 2022 und 2023 erneut mit dem Raschèr Saxophone Quartet zusammenzuarbeiten. Dirigent des Chores ist Steven Grahl.

Dieses Konzert umfasst die Europäische Erstaufführung von „A Spider’s Tapestry” der britischen Komponistin Cheryl Frances-Hoad, das für die Schola Cantorum Oxford und das Raschèr Saxophone Quartet geschrieben wurde. Der Text zu diesem Stück ist ein unveröffentlichtes Gedicht, das von der Geschichte aus Ovid‘s „Metamorphosen“ inspiriert ist.

Das Raschèr Saxophone Quartet wird die musikalische Fassung von oben genannten „Metamorphosen“, geschrieben von Benjamin Britten, in diesem Konzert klingen lassen. Ausserdem werden Werke von Johann Sebastian Bach, James Burton und Arvo Pärt gespielt werden. Mit letzterem Komponisten pflegt das Raschèr Saxophone Quartet seit einigen Jahren eine enge Freundschaft.

Eintritt frei – Danke für Ihre großzügige Spende

 

Lukas Hasler, Los Angeles / Graz | Orgelkonzert

Sonntag, 4. Oktober, 17.00 Uhr

Lukas Hasler gehört zu einer neuen Generation von Organisten, die sich mit Virtuosität, Kreativität und medialer Präsenz international einen Namen gemacht haben – 2026 zählte ihn der weltweit größte Klassiksender ClassicFM zu den „Rising Stars“.

Derzeit lebt und arbeitet er zwischen Wien und Los Angeles und ist als Doktorand an der University of Southern California bei Cherry Rhodes tätig.

Seine Konzerttätigkeit führte ihn auf renommierte Bühnen weltweit – von der Berliner Philharmonie über die Brisbane City Hall in Australien bis zur Brucknerorgel in St. Florian (Österreich). In den USA spielte er in den größten Kathedralen von Küste zu Küste sowie in legendären Hallen wie der Methuen Memorial Music Hall in Boston und der Walt Disney Concert Hall in Los Angeles. Zu den weiteren Höhepunkten zählen seine Auftritte beim Eröffnungsfest der Salzburger Festspiele sowie zahlreiche Engagements bei AGO Conventions.

2022 setzte Hasler ein musikalisches Zeichen der Solidarität: Als erster klassischer Musiker trat er nach Kriegsbeginn in der Ukraine im Konzerthaus von Lviv auf und gab zwei Benefizkonzerte für Kriegsopfer. Auch als Pädagoge ist er gefragt – etwa bei internationalen Meisterkursen, u.a. am Konservatorium in Madrid oder an der Universität von Almaty in Kasachstan. Neben dem Orgelspiel ist Lukas Hasler auch als Komponist und Arrangeur aktiv. Seine aktuelle Solo-CD Gold (2026/Pentatone) mit Bearbeitungen bekannter Werke von Bach, Mozart, Beethoven bis Bruckner wurde von Presse und Publikum begeistert aufgenommen.

Lukas Hasler bringt die Orgel ins digitale Zeitalter: Über 100.000 Follower auf Social Media verfolgen seinen Weg, klassische Musik zeitgemäß zu vermitteln.

Tickets im Pfarramt Mariä Himmelfahrt und bei www.ticket-regional.de

Timo Ziesche, Zweibrücken und Stephanie Zimmer, Koblenz | Konzert für Orgel und Harfe

Sonntag, 11. September, 17.00 Uhr

Stephanie Zimmer, geboren in Köln, erhielt im Alter von acht Jahren ihren ersten Harfenunterricht und studierte an der Musikhochschule Köln. Seit 1992 ist sie Soloharfenistin des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie in Koblenz.

Timo Ziesche ist katholischer Theologe und A-Kirchenmusiker. Seit Oktober 2024 arbeitet er als Dekanatskantor im Bistum Speyer für das Dekanat Pirmasens.

Eintritt frei – Danke für Ihre großzügige Spende

 

über 100 Jahre Steinmeyer-Orgel

Am 26. Oktober 1924 konnte der damalige Speyerer Bischof Dr. Ludwig Sebastian die neue Orgel der Landauer Marienkirche aus dem Hause G.F. Steinmeyer & Co. feierlich weihen und ihrer Bestimmung übergeben. Sie zählt zu den bedeutendsten spätromantischen Instrumenten im süddeutschen Raum und zählt drei Manuale mit siebzig Registern.

Wir wünschen Ihnen viel Freude und erhebende Momente bei den Konzerten in unserer Landauer Marienkirche mit der Steinmeyer-Orgel. Herzlichen Dank den Künstlerinnen und Künstlern sowie allen, die diesen Hörgenuss ermöglichen.