Qualitätsbrief für die Kindertagesstätten der Pfarrei Mariä Himmelfahrt

Qualität bringt Licht in die Arbeit unserer Kindertagesstätten. Die vier KiTas der Landauer Pfarrei Mariä Himmelfahrt haben zum zweiten Mal den Qualitätsbrief des Bundesverbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) erworben, der sich an der internationalen Norm für Qualitätsmanagementsysteme DIN EN ISO 9001:2015 orientiert.

Qualitätsentwicklung / -sicherung

Seit April 2012 beteiligen sich die Kindertagesstätten der Pfarrei Mariä Himmelfahrt (KiTa St Albert, KiTa St. Maria, KiTa St. Martin in Mörlheim und der KiTa Mariä Himmelfahrt in Queichheim) am Speyerer Qualitätsmanagement für katholische Kindertageseinrichtungen. Das Qualitätsmanagement wird gesteuert durch die Leitung der jeweiligen Einrichtung sowie einer Qualitätsbeauftragten. In den Gruppen arbeiten qualifizierte pädagogische Mitarbeiter laut Fachkräfteverordnung des Landes Rheinland-Pfalz.

Die Qualitätsstandards sind in einem Praxishandbuch festgeschrieben. Die im Handbuch freigegebenen Dokumente, Prozesse, Verfahrensanweisungen, Qualitätsziele, Stellenbeschreibungen etc. sind mit allen Mitarbeitenden und dem Trägervertreter abgestimmt und für das ganze Team verbindlich. Zur Qualitätssicherung gehören auch interne und externe Evaluationen.

Alle Kindertageseinrichtungen der Pfarrei sind seit Oktober 2017 mit dem Qualitätsbrief des Verbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) ausgezeichnet, der alle fünf Jahre neu erworben wird. Die Qualität der Arbeit in den Kindertageseinrichtungen wird auf der Grundlage des KTK-Gütesiegel Bundesrahmenhandbuchs gesichert und entwickelt. Das KTK-Gütesiegel wendet die internationale Norm für Qualitätsmanagementsysteme DIN EN ISO 9001:2015 auf das Arbeitsfeld der Kindertagesbetreuung an.

Wir können Qualität - erfolgreiche Reevaluation für alle vier KiTas

Dazu die Leiterin der KiTa St. Albert auf der Wollmesheimer Höhe, Eva-Maria Will:

Es ist geschafft.

Unsere vier Kitas der Pfarrei Mariä Himmelfahrt wurden in den letzten Wochen jeweils re-evaluiert und haben die Überprüfung und Bewertung der Evaluatorin Daniela Gerards bestanden.

Das bedeutet für uns, wir erhalten erneut den Qualitätsbrief des Bundesverbandes Katholischer Kindertageseinrichtungen, kurz KTK. Unseren vier Kitas ist es wieder gelungen, die in den jeweiligen Praxishandbüchern beschriebenen Arbeitsprozesse auch im Arbeitsalltag, also in der Kita-Realität, zu leben.

Speyerer Qualitätsmanagement SpeQM

Das Speyrer Qualitätsmanagement wurde vor ca. 10 Jahren ins Leben gerufen und hat mittlerweile in allen Kitas der Diözese Einzug gehalten.

Ziel des SpeQM ist, dass alle kath. Kindertageseinrichtungen ihre Arbeit nach dem KTK-Bundesrahmenhandbuch hinterfragen, planen, durchführen, überprüfen und anpassen, also stetig verbessern und nach dem christlichen Wertebild ausrichten. Dabei werden nicht alle Kitas über einen Kamm geschert. Es geht vielmehr darum, dass jede Einrichtung ihr Profil herausarbeitet. Im Mittelpunkt stehen die Kinder und ihre Familien. Sie wollen wir mit unserem Tun bestmöglich fördern, fordern und unterstützen um ihnen ein gutes Rüstzeug fürs Leben mitzugeben.

Qualitätsbrief

So ein Qualitätsbrief kommt nicht einfach angeflogen. Nach dem christlichen Wertebild zu leben, jedes Kind in seiner Art anzunehmen, ihm auf Augenhöhe zu begegnen ist uns in Fleisch und Blut übergegangen. Doch es ist ein großes Stück Arbeit für alle pädagogischen Fachkräfte, sprich die Erzieherinnen, im stressigen Kita-Alltag die Schreibarbeit und Dokumentationen zu erledigen um die Qualitätsstandards zu halten. Gerade in der Zeit, die einerseits ganz stark durch die Pandemie belastet war und andererseits durch die Umsetzung des neuen Kita-Gesetzes, welches den Kita-Alltag sehr verändert hat, war das oft ein Kraftakt. Daher gebührt ein ganz großer Dank allen Erzieherinnen, die irgendwo zwischen all dem Alltags-Wahnsinn am Ball geblieben sind und nicht den Mut und das Ziel vor Augen verloren haben.

WIR KÖNNEN QUALITÄT!!!
GOTT SEI DANK – WIR HABEN ES WIEDER GESCHAFFT

Eva-Maria Will, KiTa-Leiterin St. Albert

Glückwunsch von Ursula Wendel - Qualitätsbeauftragte - ZertSozial

Die Pastoralreferentin Ursula Wendel ist Pastorale Begleitung für Kindertagesstätten im Bistum Speyer. Sie unterstützte unsere KiTa-Teams und die Pfarreiverantwortlichen bei der Erstellung des Leitbilds und den ersten Schritten im Speyerer Qualitätsmanagement.

Guten Tag an Sie - an Euch alle,

der Zufall hat mir ein Geschenk gemacht. Ich habe vom Gottesdienst erfahren, den Sie/Ihr alle miteinander gefeiert habt zur Re-Evaluation.
Und ich habe ihn gerade auf YouTube angeschaut.
Das ist kein Windhauch, sondern eine stabile Größe, die ihr geschafft habt-
Ich habe mich beim anschauen und anhören an manchen Stolperstein erinnert, der auf dem Weg lag.
Und ich finde es echt klasse, wie souverän ihr euren Erfolg jetzt wieder feiert.
Die Arbeit, die dahinter steckt, ist groß. Großartig finde ich, wie ihr daran gewachsen seid.

Ich gratuliere Euch ganz herzlich!
Liebe Grüße
Uschi Wendel

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Erste Auszeichnung im Jahr 2017

Alle vier katholischen Kindertagesstätten der Pfarrei Mariä Himmelfahrt haben erfolgreich am Pilotprojekt „SpeQM – Speyerer Qualitätsmanagement“ teilgenommen. Die Einrichtungen wurden am 19. Oktober 2017 mit dem Qualitätsbrief des Verbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) ausgezeichnet. 

Bundesweit zählen die vier Landauer KiTas zu den ersten zwanzig Einrichtungen, die den Qualitätsbrief erhalten haben.

An der Feierstunde nahm Generalvikar Dr. Franz Jung teil und überreichte die Qualitätsbriefe. Das Bistum Speyer, so der Generalvikar im Vorfeld, investiere sehr viel in die kontinuierliche Entwicklung und Qualitätssicherung, auch um das katholische Profil der Einrichtungen zu stärken.

Die Kindertagesstätten St. Maria (Innenstadt), St. Albert (Wollmesheimer Höhe), Mariä Himmelfahrt (Queichheim) und St. Martin (Mörlheim) befinden sich seit 2012 auf dem Weg der Qualitätsentwicklung. Neben den Leiterinnen engagieren sich besonders die jeweiligen Qualitätsbeauftragten, denen es gut gelungen sei, ihre Teams, die Eltern und Kinder in diesen spannenden und erfolgreichen Prozess einzubinden. Die pastoralen Mitarbeiter der Pfarrei sorgen für eine gute Begleitung und Anbindung an die Kirchengemeinde, entwickeln gemeinsam mit den Teams religionspädagogische Angebote und leisten wohltuende Seelsorge.

Dekan Axel Brecht, der seit Beginn seiner Tätigkeit in der zum 1. November 2011 zusammengelegten Pfarreiengemeinschaft die Trägeraufgaben wahrnimmt, freut sich besonders über die gute Zusammenarbeit der Verantwortlichen. So seien die Grundlagen für ein vertrauensvolles Miteinander in der jetzigen Pfarrei gelegt und viele Synergieeffekte erzielt worden.

In den Kindertagesstätten der Pfarrei Mariä Himmelfahrt werden knapp 290 Kinder in 13 Gruppen betreut.

Qualität mit Brief und Siegel - Was bringt's?

Seit Dezember 2021 ist SpeQM in allen Kitas der Diözese eingeführt

"Ein langer Weg und eine wunderbare Leistung!"

Vier Landauer Kindertagesstätten erhalten bereits 2017 von Generalvikar Dr. Franz Jung den Qualitätsbrief des Verbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder

Sechs Jahre waren die vier Kindertagesstätten mit dem Prozess „Speyerer Qualitätsmanagement“ (kurz SpeQM) unterwegs. Hinter den Kindertagesstätten, den Mitarbeiterinnen, Eltern und Kindern sowie der Pfarrei liegt ein langer Weg. Ein großes Ziel erreicht war am 19. Oktober 2017 mit dem Überreichen der Zertifizierungs-Urkunden an die vier Leiterinnen und Qualitäts-Beauftragten der Kitas. Mit Erleichterung und Stolz nahmen die Teams die Urkunden – exakter: den Qualitätsbrief des Verbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) – entgegen.

Die Feierstunde im Pfarrheim St. Maria wurde von Verwaltungsratsmitglied Christine Kluge eröffnet und gab zur Rückschau Anlass: „Der Weg war ja nicht immer einfach, aber im Nachhinein sind wir froh, dass unser damals neuer Pfarrer uns dazu gedrängt und in die richtige Richtung gebracht hat“, sagte Eva-Maria Will, die Leiterin der Kita St. Albert. „Aber wer nun meint, jetzt ist alles vorbei, jetzt sind wir am Ziel, dem kann ich nur sagen: ,Qualitätsmanagement ist ein immerwährender Prozess’.“

Das Motiv „Weg“ spielte während der Feier eine tragende Rolle. Dekan Axel Brecht hatte dafür einen Rucksack mit Symbolen gepackt, die Schritt für Schritt von den verschiedenen Beteiligten im Prozess vorgestellt wurden. Die Flasche Wasser, „bei jeder Wanderung unerlässlich“ – stand für das Lebensspendende, für die Kinder in den Kitas und für ihre Eltern. Kita-Mutter Manuela Rapp sah in der Zertifizierung eine „offizielle Anerkennung, dass Sie hier eine prima Arbeit leisten für unsere Kinder“. Die junge Frau konnte den kirchlichen Einrichtungen ein besonderes Kompliment aussprechen: „Für meine vierjährige Tochter Johanna ist es wie eine Strafe, wenn sie auch nur einen Tag nicht in ihre Kita darf.“ Mit einem Hut und Wanderschuhen spielte Pfarrer Axel Brecht schließlich darauf an, dass bei einem solch langen Weg „einer den Hut aufhaben muss“ und dass Schuhe viel zu ertragen und zu tragen haben: Die Teams hätten in den Jahres des Qualitätsprozesses viele Mehrbelastungen ertragen, zugleich hätten die Leitungen und die Qualitätsbeauftragten es verstanden, die Mitarbeiterschaft zu motivieren und Trägervertreter wie Eltern einzubeziehen und zu informieren. Und – gab der Dekan lächelnd zu – „ich habe selbst sehr viel über Qualität der Arbeit gelernt in diesen Jahren.“ Mit dem Symbol „Geldbeutel“ in der Hand verwies Brecht auf die Mittel, die Pfarrei, Bistum und Stadt für die Kinderbetreuung einsetzten und sich auf Kooperationspartner in Caritas, der zuständigen Regionalverwaltung und beim Caritasverband stets verlassen könnten.

Einer der Kooperationspartner – OB Thomas Hirsch von der Stadt Landau – kam denn auch gleich darauf zu Wort. „Ich danke der Kirche, dass sie mit diesem Projekt beweist, wie wichtig ihr Kindertagesstätten in ihrer gesellschaftlichen Bedeutung sind.“ Teleskop-Wanderstöcke als „sicherer Halt, Schutz und Rahmen“ waren dann Symbol für die Überprüfung der Qualität und für Qualitätssicherung.

Caritas-Mitarbeiterin Daniela Gerards, die die vier Kitas vor der Zertifizierung „auf Herz und Nieren“ geprüft hatte, sprach von vier „ganz unterschiedlichen Einrichtungen, denen eines auf jeden Fall gemeinsam ist: In jeder gibt es ein engagiertes Team, das mit dem Herzen seine Arbeit macht.“ Gerards stellte den Beteiligten Fragen zu den Bereichen „Kinder“, „Eltern“, „Personal“ und „Glauben“, um jeweils festzustellen, „was geleistet wird und wie es geleistet wird“. Die Landauer Kitas erreichten 157 von 158 möglichen Punkten. „Eine wunderbare Leistung!“, so Gerards.

Den Schluss der Runde machte schließlich Generalvikar Dr. Franz Jung – mit dem Symbol Fernglas in der Hand –, der insbesondere die Bedeutung des Glaubens für die Kindertagesstätten beschrieb. Er dankte allen Beteiligten für ihre „Wegbereitschaft“. Der Glaube sei nicht nur ein Baustein in der Betreuungs- und Erziehungsarbeit. „Glauben durchdringt alles, betrifft alle Bereiche.“ Es gehe darum, den Glauben im Alltag zu leben, nicht nur „ein bisschen Martinsumzug“ oder „ein klein wenig Erntedank“ zu feiern. „Wie wir miteinander umgehen, wie unser Tagesablauf strukturiert ist, wie wir feiern – all das hat mit unserem Glauben zu tun.“ In diesem Zusammenhang dankte Jung auch den pastoralen Begleitpersonen – den Gemeindereferenten Uschi Wendel, Bärbel Grimm und Artur Kessler – für ihre Arbeit in und mit den Kitas. Der Generalvikar wertete das SpeQM-Projekt zugleich als Beleg dafür, dass in Seelsorge und Glaubensverkündigung Qualitätskriterien anlegbar und messbar seien.

Im Anschluss erhielten zunächst die vier Leiterinnen und die vier Qualitäts-Beauftragten den KTK-Brief ausgehändigt. Mit den Worten „sie alle hier sind Engel!“ überreichte Pfarrer Brecht schließlich auch allen Erzieherinnen ein Präsent der Pfarrei Mariä Himmelfahrt. Die kurzweilige Feierstunde wurde von Dekanatskantor Christian Schmitz am Klavier. Ein Empfang mit Imbiss schloss sich an.

 

Text/Foto: "der pilger"/Hubert Mathes