neues Pfarrheim für St. Maria

Architektenwettbewerb bringt viele Impulse

Mit dem Ziel, das in die Jahre gekommene Pfarrheim an der Kirche St. Maria in Landau durch einen zeitgemäßen Neubau zu ersetzen, hatte die Katholische Kirchenstiftung St. Maria einen Architektenwettbewerb mit 12 Teilnehmern ausgelobt. Kirche und neues Pfarrheim sollen den Mittelpunkt des pfarrlichen Lebens bilden und als Gebäude mit ihrer Infrastruktur einander ergänzen und variable Begegnungsmöglichkeiten schaffen. Um langfristig den Unterhalt des neuen Pfarrheims zu finanzieren soll das Gebäude ein Stockwerk für fremdgenutzte Büroräume beinhalten.

Ein Preisgericht unter Vorsitz von Prof. Andrea Wandel hat sich nach eingehender Diskussion am Dienstag, den 20. Oktober 2020 für den Entwurf des Kaiserslauterner Büros AV1 Architekten entschieden.

In der Begründung der Preisrichter heißt es unter anderem: „Der Entwurf bietet einen einfachen, klaren Baukörper an, der Selbstbewusstsein ausstrahlt und eine eigene und kraftvolle Identität besitzt. Mit dem Satteldach und der giebelständigen Stellung zur Glacisstaße greift er die Formensprache des Querschiffs der Kirche auf. Gleichzeitig wird durch diese Gebäudestellung der Blick aus dem Straßenraum auf das Kirchengebäude gelenkt.

Durch die Kompaktheit des Baukörpers entsteht ein großzügiger, gut nutzbarer Außenbereich, der sich durch seine Orientierung gleichermaßen zum Quartier und zur Kirche öffnet. Der Entwurf ermöglicht den Erhalt aller Bestandsbäume und des größten Teils der historischen Einfriedungsmauer. Durch die transparente Gestaltung der Ost- und Westfassade öffnet sich das Gebäude in einladender Geste. Es entsteht eine selbstverständliche Verzahnung der Außen- und Innenräume und eine Verbindung der angrenzenden Freiräume.

Der große Saal im Dachgeschoss bietet mit seinem hohen, offenen Giebel eine besondere räumliche Qualität […]. Der großzügige in voller Gebäudebreite durchbindenden Multifunktionsraum [im Erdgeschoss] bietet Außenbezug auf voller Länge, und eignet sich damit hervorragend als offener Treffpunkt für die Gemeinde und das Quartier. Er ermöglicht maximale Flexibilität für Raumaufteilung und Möblierung.“ Die fremdvermietbaren Büroräume mit einer Nutzungsfläche von rund 200 qm werden von den Entwurfsverfassern im 1. Obergeschoss angeordnet und sind separat erschließbar.

Es wurden zwei weitere Preise vergeben. Den 3. Preis teilen sich das Landauer Büro hausgemacht Architekten sowie das Büro baurmann.dürr architekten aus Karlsruhe.

Preisgericht kürt den Siegerentwurf

"Ein spannender Wettbewerb mit vielen guten Ideen, bei dem letztendlich der Entwurf mit dem besten städtebaulichen Konzept gewonnen hat", so formulierte Dekan Axel Brecht das Ergebnis des nichtoffenen, anonymen Realisierungswettbewerbs. Die Pfarrei Mariä Himmelfahrt dankt allen beteiligten Architekturbüros für ihre Kreativität und Professionalität, mit der sie an die gestellte Aufgabe mit Herzblut herangegangen sind.

Sein besonderer Dank gilt pro ki ba GmbH  /  kirchliches bauen aus Karlsruhe, die den Wettbewerb kompetent betreut hat.

Die Einzelbeurteilung der Jury für die drei Preisträger finden Sie hier ...